Schlaflabor - die Nacht
Verfasst von CreativeRabbit am Montag, 24. September 2007
In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren wir im Schlaflabor, und ich muss Euch sagen: das ist kein Vergnügen.
Also, die Aufnahme im Porzer Kinderkrankenhaus ist super. Alle nett und lieb und fanden unseren Zwerg allesamt süß und knuffig undso. Aber wieso mussten wir schon um 18 Uhr da sein, wenn wir um 18:20 fertig “eingecheckt” waren und vor 20 Uhr planmäßig nichts passiert ist? Eine Stunde später hätt mir ‘ne Menge Stress erspart…
Gegen 20 Uhr kam dann tatsächlich der Medizinstudent, der unseren Zwerg (und einen weiteren) verkabeln und für die Nacht betreuen sollte. Nachdem ich nachgefragt hatte wurde mir dann auch kurz der Ablauf erklärt.
Der Kleine wurde also mit unzähligen Kabeln versehen und dann sollte ich ihn dazu bringen, einzuschlafen. Unter normalen Umständen dauert das etwa 15 Minuten. Diesmal saß ich 2 Stunden da, bis er schlief. Er hat sich massiv dagegen gewehrt, kein Wunder. Und er hat alle paar Sekunden aufgeschaut, ob ich noch da bin. Als er richtig tief schlief kam der Betreuer wieder aus dem Nebenraum (das Babybett wurde kameraüberwacht) und wir haben den Kleinen fertig verkabelt.
Mittlerweile war es 23 Uhr und ich habe versucht, auch ein wenig zu schlafen. Ging aber auf dieser Liege dort nicht sonderlich, zumal sie dermaßen laut knatschte, dass man angst hatte, das halbe KKH aufzuwecken. So geschehen gegen 1 Uhr, plötzlich stand das Kind brüllend im Bett. Und der Betreuer verzweifelt daneben. Noch verzweifelter war ich. Der Zwerg hat sich zum Glück halbwegs fix beruhigt, sodass er zumindest liegen blieb. Aber einschlafen hat wieder 2,5 Stunden gedauert. Zwischendrin schrie er plötzlich so hysterisch, dass nur die Milchflasche half. Aber kein Wunder, wenn man so viel wach ist bekommt man natürlich auch wieder Hunger. Es war echt irgendwie Horror… Zwischen 3 und halb 4 hatten wir alle Elektroden und Kabel wieder dahin verfrachtet, wo sie sein sollten. Und ich hab dann den Rest der Nacht im dunklen Zimmer auf einem sehr unbequemen Stuhl verbracht. Im Bett ging nicht, damit der Kleine wenigstens noch bis 5 durchschläft. Da sollte die Messung dann beendet werden. Das hat dann zum Glück auch geklappt. Um 5 kam die Nachtschwester und hat dem Kleinen Blut abgenommen. Ging zum Glück ohne Gebrüll. Dann hat der Betreuer seine ganzen Kabel abgemacht. Auch beim lösen der Kopfelektroden blieb das erwartete Gebrüll aus. Der Zwerg hat dann seine Flasche bekommen und ich hab völlig gerädert unser zeug zusammen gepackt. Um 20 nach 6 war der Liebste da, um uns abzuholen, und um 7 lagen wir alle 3 daheim wieder im Bett. Die beiden Jungs haben noch 2 Stunden Schlaf nachgeholt, ich 4. Und alle waren wir den Rest des Tages ganz schön gerädert. (Und gestern Abend hatte der Kleine die gleichen Probleme einzuschlafen. Ich musste eine halbe Stunde an seinem Bett sitzen bis er schlief, da er immer wieder nachgesehn hat, ob ich noch da war. Hoffentlich renkt sich das bald wieder ein…)
Jetzt warten wir auf das Ergebnis. Die Daten werden noch von den Ärzten begutachtet und dann wird unserem Kinderarzt mitgeteilt, ob wir den Monitor weglassen dürfen oder nicht. Aber eigentlich hieß es ja schon bei der letzten Untersuchung, dass der Monitor wegkann. Jetzt müssen wir noch ein paar Tage abwarten. In der Zeit haben wir uns dann hoffentlich auch ausgeschlafen ![]()
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