Vor ein paar Tagen habe ich „Bartimäus – Das Auge des Golem“ (Band 2 einer 3teiligen Reihe) ausgelesen. Ich hab tatsächlich wieder ungefähr 1 Monat für die 670 Seiten gebraucht. Aber im Gegensatz zu Tintentod war das ja nun richtig fix. Aber kein Vergleich mehr zu früher, wo ich Bücher regelrecht verschlungen habe. Aber für dickere Bücher hab ich schon immer deutlich länger gebraucht. Inzwischen bin ich ja froh, wenn ich so 20 Seiten am Tag schaffe…
Zurück zum Buch. Der Klappentext:
Der ehrgeizige Nathanael strebt eine Karriere als Zauberer im britischen Weltreich an. Doch die Widerstandsbewegung der „Gewöhnlichen“ macht der Regierung zu schaffen. Da versetzt auch noch ein Golem London in Angst und Schrecken. Als Nathanael mit den Ermittlungen beauftragt wird, entsinnt er sich seines alten Vertrauten Bartimäus – und auch das Mädchen Kitty, mit dem er schon einmal einen unliebsamen Zusammenstoß hatte, taucht wieder auf…
Die Geschichte beginnt im Prag von 1868, spielt aber die meiste Zeit im Heute. Man trifft viele „alte Bekannte“ aus Band 1 wieder, vor allem aber den vorwitzigen, ironischen und intelligenten Dschinn Bartimäus. Seine bissigen Kommentare in den Fußnoten (!) bereichern das Buch um so manchen Lacher.
Obwohl Bartimäus eher zu den Jugendbüchern zählt kann man es auch als Erwachsener hervorragend lesen. Aber ich habe ja eh ein Faible für Jugendbücher, wie mir scheint. Man wird mit jeder Seite tiefer in die spannend erzählte Geschichte gezogen, die aus 3 Perspektiven erzählt ist: Nathanael, Kitty und natürlich Bartimäus. Durch die verschiedenen Perspektiven tauchen unerwartet immer wieder Wendungen auf. Dadurch bleibt die Spannung immer wieder erhalten, auch wenn man manchmal schon dachte zu wissen, wie es weiter geht.
Wie immer habe ich vor allem die letzten 150 Seiten in erhöhtem Tempo verschlungen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Und meine Erwartungen wurden kein bißchen enttäuscht. Ich bin sicher, dass auch der letzte Band der Reihe bald den Weg auf meinen Nachttisch findet!
Ein weiteres Zaubererbuch à la Harry Potter? Nein, weit gefehlt, komplett anders. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man Bartimäus liebt, wenn man Harry liebt! Absolute Leseempfehlung.




