Vor ein paar Tagen hatten wir wieder einen Oma-Besuchskontakt. Relativ kurzfristig. Angedacht war es für Anfang Oktober, aber vereinbart hatten wir den Termin erst 2 Tage vorher. Find ich aber gut, dass das so problemlos klappte.
Getroffen hatten wir uns in einem Café/ Bürgerzentrum bei uns im Stadtteil. War auch besser so, denn das Wetter war echt nicht nach Spielplatz.
Zuerst saß der Zwerg eine ganze Weile neben dem Papa, gegenüber saß ich mit der Oma. War auch besser so, er war vom Kindergarten doch etwas müde und musste erst noch auftauen. Das ging aber ganz schnell, als die Oma die Geburtstagsgeschenke auspackte. Wir sind nun im Besitz von 2 weiteren Pettersson & Findus-Büchern und einem weiteren Lego-Polizeiauto. Großes Hallo beim Zwerg, das fand er super! Dass er gerne mit Autos spielt, wusste sie, und das mit „Findusson“ hab ich ihr gesagt. Wir hatten allerdings mit einem Buch gerechnet, nicht mit 2 Büchern plus Lego plus Schokolade. Aber nun gut. Passt noch
Wir haben dann erstmal Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und uns unterhalten. Irgendwann hab ich mich dann zum Liebsten gesetzt und den Zwerg neben seine Oma, die hat ihm dann vorgelesen. Wir haben uns da etwas zurückgehalten und die beiden einfach mal machen lassen. Ging ganz gut.
Nach einer guten Stunde habe ich zum Aufbruch geblasen. Zum einen reicht das, finde ich, zum anderen war der Kurze echt müde, und das Vorlesen hat ihn immer weiter eingelullt. War ja auch schon fast 18 Uhr inzwischen. Waren auch alle einverstanden damit. Wir mussten uns dann noch etwas vehement gegen die Oma durchsetzen, die uns einladen wollte (also Getränke und Kuchen bezahlen). Das wollten wir nicht, das würde doch eine zu vertraute Atmosphäre schaffen. Der Kompromiss war dann, dass sie wenigstens ihren Enkel eingeladen hat. War sie nicht ganz mit zufrieden, aber da muss sie dann durch.
Während unserer Unterhaltung kam noch das Thema Taufe auf. Sie wollte wissen, ob wir ihn gar nicht taufen lassen wollten. Wir haben ihr dann erklärt, dass das nur geht, wenn die Mutter das möchte. Das Religionsbestimmungsrecht oder wie auch immer das heißt ist das einzige Recht, das den leiblichen Eltern nicht entzogen werden kann. Da war sie schon überrascht drüber. Sie wollte dann mal mit ihrer Tochter drüber reden (deren Kurzzeitgedächtnis ist wohl wieder intakt, aber sie säuft weiterhin…). Wir haben aber schon angedeutet, dass es uns lieber wäre, wenn er evangelisch getauft wird (die Herkunftsfamilie ist katholisch) und dass die Mutter nicht dabei sein dürfte, aber die Oma meinte, das würde sie auch nicht wollen. Sie sagt sowieso immer, dass es nicht gut für ihre Tochter wäre, wenn sie ihn sehen würde. Gut, da mischen wir uns nicht ein. Aber ‘ne Taufe fänden wir schon gut irgendwie. Ich muss eh noch einen Bericht ans Jugendamt mailen, da frag ich dann auch gleich mal nach, wie das dann laufen muss.
Einen neuen Termin haben wir gar nicht vereinbart, aber ich denke mal, wir werden das kurz vor oder nach Weihnachten nochmal machen. Mal sehen. Mir wäre nach Weihnachten irgendwie lieber…