Ich habe grade eine Kostenübernahmeerklärung unterschrieben. Ein Dokument, was bewirkt, dass der Liebste und ich die Kosten für Zwergis medizinisch notwendige Frühförderung auf jeden Fall zahlen, auch wenn unsere Krankenversicherung nicht zahlt. Und zwar habe ich unterschrieben, obwohl unsere Versicherung uns mitgeteilt hat, dass sie nicht zahlt, da diese Behandlung nicht medizinisch notwendig sei. Jaha, das behaupten die. Woher auch immer die diese Weisheit nehmen. Die Behandlung bzw. Diagnostik wurde ja nicht umsonst vom Kinderarzt verordnet. Und diese Behandlungsform ist auch nicht umsonst im Sozialgesetzbuch verankert. Okay, private Krankenversicherungen halt. (Langsam denke ich, wenn wir den Zwerg übers Jugendamt gesetzlich krankenversichern würden, würde er besser behandelt werden. Die gesetzlichen Kassen zahlen das nämlich. Ebenso wie z.B. Mutter-Kind-Kuren…)
Wir gehen nun also das Risiko ein, auf 20% von Zwergis Behandlungskosten sitzenzubleiben, sollte das Jugendamt diese nicht übernehmen. Was noch geklärt werden muss. Aber bis die das geklärt haben vergehen wieder Wochen, und auf diese Verzögerung habe ich keine Lust. Also übernehmen wir dieses Risiko erstmal. Irgendwie schweren Herzens, natürlich, denn wir wissen nichtmal, um welchen Betrag es gehen wird. Aber man MUSS doch bitteschön alles tun, damit der Kurze so gut wie möglich groß werden kann. Dass seine Gesundheit am Finanziellen scheitert sehe ich nicht ein.
Der Liebste ist grade 2 Wochen nicht da, aber nach Ostern werden wir uns nochmal mit der Krankenversicherung auseinandersetzen, was die sich eigentlich einbilden. Ich hab diesen ganzen Bürokratiekram SO satt!
(Die anderen 80% der Behandlungskosten übernimmt übrigens, wider Erwarten völlig stressfrei, unsere Beihilfe. Zum Glück.)