Vor einer Woche flatterte uns Post ins Haus: ein Brief vom Schlaflabor-Krankenhaus: für unseren Zwerg konnte keine Krankenkassenzugehörigkeit festgestellt werden. Na großartig, und das am Samstag. Das hat uns ganz schön gewurmt, dass wir da nichtmal etwas klären konnten. Ist auch kein tolles Gefühl, wenn man befürchtet, dass in der nächsten Zeit dann durchaus einige Arztrechnungen für den kleinen Mann auf einen zukommen. Auch wenn man weiß, dass man sie nicht bezahlen muss, sondern das aufs Jugendamt abwälzen kann.
Am Montag habe ich dann erstmal mit der Krankenkasse telefoniert. Wie es aussieht, sei der Kleine schon seit Mitte Juni nicht mehr dort Mitglied. Warum könne sie auch nicht genau sehen, aber offenbar habe sich etwas beim Arbeitgeber des Opas (über den er dort familienversichert ist) verändert. Damit war die Sache für mich abgeschlossen, das ist etwas, um das sich das Jugendamt kümmern muss. Die wurden auch sofort von uns informiert. Zwischenzeitlich hatten wir noch mit der Bereitschaftspflegemutter gesprochen, auch sie hatte vor einigen Wochen so einen Brief bekommen. Da fragen wir uns: warum braucht das Amt Wochen, um soetwas zu klären? Und warum informiert uns niemand?
Allerdings hat unsere Sachbearbeiterin dann super reagiert und sofort nachgeforscht. Natürlich ist die Kollegin, die sie dazu braucht, im Urlaub, aber deren Vertreter hat sich dann auch prima gekümmert. Lustig wurde es, als wir gefragt wurden, warum der Kleine denn noch nicht bei uns in der privaten KV sei. Da wurde mein Liebster ein wenig brastig: hätten wir gewusst, dass er längst nicht mehr versichert ist, wäre er längst bei uns. Wir dachten ja aber, dass er noch in der gesetzlichen KIV ist. Um ihn dort abzumelden, brauchten wir die Vollmacht des Vormundes. Diese kam endlich an dem Tag, als wir ins Schlaflabor sind. Ohne dass er bei der gKV gekündigt ist kann die pKV ihn aber nicht aufnehmen… Das hat das JA dann auch eingesehen, dass das deren Fehler ist.
Am Montag ist die zuständige Dame wieder da. Ich bin mal gespannt, was wir nun machen sollen mit den ganzen Rechnungen, oder ob sie es hinbiegen kann, dass der Kleine zumindest fürs letzte Quartal doch wieder in die gKV kommt (was ich nicht glaube). Sieht so aus, als käme eine Menge Papierkram und Rennerei auf uns zu: mind. 2 verschiedene Ärzte, verschiedene Apotheken, die Monitorverleihfirma, alle wollen dann Geld haben… Naja, frau hat ja sonst nichts zu tun
Hoffen wir nur, dass unsere pKV nun fix ist und der Kleine in den nächsten Tagen dann dort versichert ist. Aber da sind wir zuversichtlich.