CreativeRabbit

Stuart und wir (3): Turbulent

Posted by CreativeRabbit - Freitag, 3. Juli 2009

Heute war es wirklich turbulent im Hause Rabbit. Aber ich habe mich an meine Vorsätze gehalten und Stuart nicht weiter rumgammeln lassen. Okay, vormittags hatte er noch Pause. Da war ich mit dem Zwerg beim Friseur, endlich mal wieder die Haare raspelkurz schneiden lassen. Ich wollte den Hasen erst mitnehmen, aber dann wäre er, neugierig wie er ist, hinterher so voll Kinderhaare gewesen, nee. Lieber nicht. Ein wenig bange war mir, wie das Haus und der Hase aussehen, wenn wir wiederkommen… denn so wirklichen Kontakt zu unseren 2 Vierbeinern hatte Stuart vorher nicht. Aber es war alles okay 😉

Nachmittags ging es dann auf die Piste, die 2. Hausbesichtigung diese Woche stand an. (Von der ersten schreib ich noch.) Der Hase musste mit. Noch ein paar Stunden ohne Aufsicht konnte ich nicht verantworten.

Ich würde sagen, Stuart… hm… wie sag ich’s jetzt nett? Er überschätzt sich wohl ein wenig. Kaum waren wir am Auto, nahm er auf dem Fahrersitz platz:

Ich hab ihn zum Glück verscheucht gekriegt, ein kurzes Machtwort hat gereicht. So wären wir ja NIE angekommen.

Das erste Stückchen der Tour hat er dann auf dem Beifahrerseitz verbracht, und er hat sich nach kurzer Diskussion (Frechdachs, echt ma!) dann auch endlich angeschnallt:

Das Haus war… naja. Lange keinen Schuss mehr in den Ofen gehabt. Auf den Bildern sah es ja ganz nett aus, aber die waren wohl schon etwas älter. Man sieht ihm an, was es ist: ein Scheidungshaus. Und das Ex-Ehepaar bekriegt sich offenbar ganz schön. Die Frau, die da nicht mehr wohnt, aber mit zum Termin kam, war richtig nett und freundlich zu uns, aber eiskalt zu ihrem Exmann. Der war aber auch… komisch. Miesepetrig, eigenbrödlerisch… UNORDENTLICH. Meine Güte, wie es da aussah… Also, ich mein, wenigstens das Bett kann ich doch machen, wenn ich mein Haus verkaufen will, oder? Wahrscheinlich will er nich, sondern muss, und das ist das Problem 😉 Naja. Komische Atmosphäre jedenfalls. Insgesamt war das Haus auch etwas muffig, ich schätze, da wurde stark drin geraucht. Und zu renovierungsbedürftig für uns. Naja.

Von dort aus sind wir dann direkt in die Kinderambulanzpraxis am Kölner Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße gefahren:

Der Zwerg hatte sich gestern Vormittag beim Spielen im Garten wohl irgendwie den Fuß verknackst. Ich weiß es nicht genau. Er jammerte jedenfalls ab und zu beim Laufen mal über „aua Fuß“. War wohl aber nicht dramatisch, denn er sprang wie immer durch die Gegend. Auch nachmittags beim Besuchskontakt mit der Oma auf dem Spielplatz (schreib ich auch noch was zu demnächst). Auf dem Weg dorthin ab und zu mal ein kurzes „Aua Fuß“, aber eigentlich normal gelaufen. Wir hatten den Fuß natürlich abgetaste, auf Schmerzreize und Beweglichkeit überprüft, gekühlt… Ich fand, er war ein wenig blaurot und leicht geschwollen, könnts aber nicht beschwören. „Verstaucht“ eben. Heute morgen turnte der Zwerg auch wie immer im Garten rum… Dann waren wir beim Friseur, dann wieder kurz Garten. Und dann kam er reingehumpelt, fast am Heulen, und trat mit ebendiesem Fuß nicht mehr auf. Beim genaueren Hinschauen fand ich den Stachel einer Biene. Herrjee! Naja, er läuft nunmal lieber barfuß im Garten rum, kann ich schon verstehen, ich auch. Ist ja nun auch 2 Jahre gut gegangen… Er war jedenfalls seeeehr tapfer, ich hab den Stachel rausgezogen und Gift rausgesaugt, da war aber fast nix. Der Stachel steckte auch kaum drin im Fuß, war wohl eher nur „angestochen“. Aber weh tat es gewiss. Ich hab den Knirps dann nach der Kühlerei noch schnell unter die Dusche gesteckt, die Haarstoppeln mussten ja weg. Zwischendurch immer noch Globuli gegeben, Fenistil auf die Stelle und ab ins Bett. Nach dem Mittagsschlaf wollte der Kleene dann leider nicht mehr auftreten, und es wurde auch mit der Zeit (sprich: nach der Hausbesichtigung) nicht besser. Der Fuß war allerdings nicht dicker/röter/heißer als bisher. Aber wir wollten kein Risiko eingehen und sind halt in diese Notfallpraxis speziell für Kinder gefahren. Der Liebste malte sich schon die schrecklichsten Wartezeiten bis in die Nacht aus, aber meine Ahnung, dass es schnell geht, hat sich bestätigt. 5 Min Wartezeit im Behandlungszimmer und sonst nix konnten wir verkraften 😉

Stuart war ein wenig geltungssüchtig und hat sich direkt mal auf die Behandlungsliege gesetzt. Wir konnten ihn aber mit Müh und Not davon überzeugen, dass unser Zwerg der eigentliche Patient ist und er nur das Begleithäschen.

Jedenfalls meinte die wirklich nette Kinderärztin, dass wir den Kleinen röntgen lassen können, zur Sicherheit, dass sie aber nicht glaubt, dass da irgendwas gebrochen ist. Sie hält es für nicht notwendig. Die Schwellung und Farbe kommen sicher vom Stich (von dem man übrigens seit dem Mittagsschlaf so gut wie nichts sieht).  Wir waren also beruhigt, haben nicht röntgen lassen und wurden mit der Bitte entlassen, sofort wiederzukommen, wenn es nicht deutlich besser oder gar schlechter wird. Und natürlich kühlen kühlen kühlen und Fenistil schmieren. Machen wir.

Direkt am Kinderkrankenhaus (und der Notpraxis) gibt es übrigens seit Kurzem ein Ronald Mc Donald Haus mit Oase. Ich finde die Grundidee hinter diesen Häusern wichtig und gut und mir gefällt der Neubau auch. Sieht von vorne aus wie eine kleine Burg/Festung, so richtig mit Zinnen undso. Richtig schön geworden:

Nun war es ja schon spät. Und wir hatten alle ein wenig Hunger. Aber keine Ahnung, ws wir essen sollten. Und keine Lust, noch einzukaufen oder gar zu kochen. War eh viel zu heiß um was Warmes zu essen. Ein kleiner Snack wär vielmehr das Eichtige.  So ein Hot Dog vielleicht. Und wir haben ja nicht umsonst den größten Ikea Deutschlands und ich glaube sogar den drittgrößten weltweit nur 5 Autominuten von Daheim entfernt. (Ich find jetzt grad nix, wo man das nachlesen kann, diese Infos verschwanden leider relativ bald nach der Eröffnung im März, aber is ja auch egal…) Das mussten wir Stuart einfach zeigen!

Gigantischer Möbelschwede, winziger Hase.

Zufriedenes Kind, weil es nicht laufen musste (er wollte ja, aber jeder Schritt tat so weh) und trotzdem sein heißgeliebtes Würstchen bekam, zufriedene Eltern, weil wirklich schnell nur 3 Kleinigkeiten besorgt wurden (das ging fix, war nicht teuer, so solls sein!) und ein völlig überwältigter Hase, der Hals über Kopf freundschaft mit einem kleinen Krokodil geschlossen hat, welches ihn von nun an wohl auch begleiten wird. Hach, wat schön!

Wieder daheim angekommen, konnte der Kleine noch gemütlich seine Milch trinken, bevor er und Stuart sich dann zur Ruhe begaben. Was für ein ereignisreicher, turbulenter Tag. Hoffentlich wirds am We etwas ruhiger. Oder zumindest weniger schmerzhaft (unser Kind ist grad nur so übersäht von Beulen, blauen Flecken und Blessuren, der arme kleine Muck…).

Gute Nacht!

Advertisements

Eine Antwort to “Stuart und wir (3): Turbulent”

  1. […] und wir (1): Er ist da!„ +++ „Stuart und wir (2): Easy Livin’„ +++ „Stuart und wir (3): Turbulent„ +++ „Stuart und wir (4): Ein Sonntagsausflug„ +++ „Stuart und wir (5): […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: