CreativeRabbit

Tschüß, Opa!

Posted by CreativeRabbit - Samstag, 1. September 2012

Gestern morgen ist mein Opa gestorben. Nicht wirklich unerwartet, denn er wäre im Dezember 94 geworden, und dass ihm die Gesundheit zu schaffen machte hat man schon seit Jahren gemerkt. Aber doch irgendwie sehr plötzlich.

Unser Telefon klingelte morgens um 7 und eine wirre Frau vertraute dem Anrufbeantworter an, sie sei bei Oma und Opa und der Opa müsste wohl ins Krankenhaus und man solle mal zurückrufen. Das war aber ohne Rufnummernübermittlung und wir dachten, jemand hätte sich verwählt.

Erst als etwas später noch mein altes Handy klingelte haben wir uns das nochmal angehört und eine Stimme im Hintergrund gehört, die meiner Oma gehören könnte.

Ich hab daraufhin versucht, meine Eltern anzurufen, die haben aber ihr Telefon nicht gehört. Dann hab ich es bei meinen Großeltern versucht, da war eine Weile dauerbesetzt. Als ich durchkam hatte ich schon den Pfarrer am Telefon, keine Stunde nach dem ersten Anruf, da war er schon tot.

Was da nun passiert ist weiß ich nicht, aber ich denke, das Herz. War ja eben schon alt. Mag meinen Papa auch grad nicht fragen, der hat nun mit allem genug um die Ohren. Er bleibt jetzt die nächste Woche bei meiner Oma, bis zur Beerdigung. Und danach kann meine Oma dann ins Pflegeheim bei meinen Eltern, der Platz für sie ist reserviert. Alleine kann sie nach 2 Schlaganfällen schon nicht mehr.

Mein Papa organisiert jetzt alles, das ist ein ganzer Batzen Arbeit. Ist sicher hilfreich, dass er sich in den letzten Jahren schon um den Papierkram und alles andere gekümmert hat.

Mein Bruder und ich fahren Freitag mit dem Auto hin und Samstag Abend wieder zurück.

Mal sehen, wie das alles so weitergeht.

Immerhin: mein Opa ist fast 94 geworden. In den letzten Jahren war er nie im Krankenhaus (meine Oma hatte es zwischendurch übel erwischt) und beide wohnten zusammen in ihrem Haus, kamen mit Papas Hilfe, einer Haushaltshilfe und einer Pflegekraft ganz gut klar. (Also, im betreuten wohnen wären sie sicher besser aufgehoben, mein Opa war aber ein sturer alter Bock…) Ich finde das ganz schön. Er hat nicht wochenlang im Krankenhaus leiden müssen.

Und meine Oma ist grade ganz genügsam und findet das mit dem Heim bei meinen Eltern statt in ihrem bisherigen Wohnort gut, sie kennt da eh niemanden so wirklich, sagt sie. Bleiben allen in der Familie in Zukunft stundenlange Autofahrten erspart.

Klingt alles ganz nüchtern, oder? Ich weiß auch nicht, es nimmt mich nicht so mit. Vielleicht, weil wir seit 20 Jahren damit rechnen, dass er nicht mehr lange lebt? Ich weiß es nicht.

Wir freuen uns jedenfalls, dass wir vor 3 Wochen nochmal da waren. Alle, auch mein Bruder und die Kinder. Konnten alle nochmal mitm Uropa toben, denn das hat er sich nie nehmen lassen, auch wenn es sich auf toben auf dem Sofa beschränkte. Nie. ❤

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