CreativeRabbit

Psychotherapie

Posted by CreativeRabbit - Dienstag, 16. Dezember 2014

Achtung: viel wirres geschreibsel, unkoordiniert, teils unzusammenhängend, sicher oft sehr jammernd. Verzweifelt. Lest es oder lasst es.

 

„Alle“ sagen, ich muss zur Therapie. Zum Psychotherapeuten. Damit „der“ mir hilft. Damit es mir wieder besser geht.

Ich wehre mich nicht dagegen. Aber wenn ich dann die Frage stelle, wie mir denn da geholfen werden soll, jetzt, akut, dann weiß da niemand eine Antwort drauf. Wie soll der jetzt sofort meinen Schmerz stillen? Meine Gedanken abschalten? Mich glücklich und zufrieden machen? Ich hatte das alles und war es. Ihn zu vermissen war mein größtes Problem.

Ich habe Herzschmerz. Seelenschmerz. Seit 3,5 Wochen. Es war nach 1 Woche etwas besser, um von da an stetig schlimmer zu werden. Ich verkrafte den Verlust dieser einen Freundchaft nicht. Ich zerbreche mir den Kopf, wie es von einen auf den nächsten Tag dazu kommen konnte. Ich weiß, was mir helfen würde. Antworten von eben diesem „Exfreund“. Er hat den Kontakt komplett abgebrochen. Mich auf Facebook entfreundet. Sich umbenannt. Ich habe in diesen Wochen 3x versucht, Kontakt aufzunehmen. Er hat mir zum Geburtstag gratuliert. Ich fragte, ob wir das bitte klären können. Er sei grad kaum online, war die Antwort. Das war für mich kein Nein. Als ich gestern nachfragte, wann wir das machen könnten, gab es keine Reaktion. Außer ein aus-dem-IRC-gehen. Diese Zurückweisung und Ablehnung nach einer Woche Hoffnung sind wie erneutes Schlussmachen. Ich will nur wissen, was passiert ist und warum er so extrem ist. Will mein Gedankenlarrussell weg haben. Er hat über 1 Jahr jeden einzelnen Tag zu meinem Leben gehört. Mir war nie jemand außerhalb meiner Familie so wichtig. Wir hatten ein paar „Pläne“. Und von einen Tag auf den anderen war Schluss. Und ja, das klingt ähnlich wie eine Beziehung. Für mich war/ist es eine. Ich liebe diesen Mann aus tiefster Seele. (Halt anders als meinen Mann.) Und deshalb haut es mich so um.

Ich habe mal mitbekommen, wie er auf die Kontaktaufnahme einer Exfreundin reagierte und hab ihm gesagt, dass ich angst davor habe, dass er mit mir auch so umgeht. Er schwor mir, das würde nie passieren. Und jetzt isses genau das.

Ich leide darunter. Ich schlafe kaum noch. Ich esse kaum noch. Man kann mich nichtmal mit Schokolade hervorlocken. Ich weine ständig. Ich kann keine klaren Gedanken fassen. Ich denke permanent drüber nach und finde keine Ablenkung. Ich baller mich mit Arbeit voll und finde keine Ablenkung. Ich hab keine Kraft mehr. Und immer schwirrt im Kopf, dass das einzige, was helfen könnte, mit ihm zu reden ist. Und er weigert sich komplett.

Ich will grade nur den Schmerz abstellen. Mein größter Wunsch ist, dass alles wieder gut wird. Unrealistisch, ich weiß. Genauso unrealistisch, wie dass ich einfach abschalten und vergessen könnte. Es war so ein tolles Jahr, ich war glücklich und habe gestrahlt. Und jetzt fragt mein Sohn mich, warum ich so traurig aussehe. Recht hat er. Ich kann mich selbst nicht ertragen so. Ich weiß nicht, wohin mit meiner Trauer. Wie soll ich jemanden vergessen, den ich SO liebe? Der über 1 Jahr lang quasi rund um die Uhr an meinem Leben teilnahm? Wir haben alles miteinander geteilt. Jetzt ist es still. Niemand kümmert sich mehr um mich. Er tat mir so gut und hat meinem Selbstbewusstsein gut getan.

Ich möchte mein ganzes Leben so nicht. Ich bin überfordert. Mit den Kindern grad massiv. Mit allem anderen auch. Ich fühl mich sowas von nicht wohl. Ich will alles ändern. Aber ich weiß nicht was. Ich finde keinen Anfang. Und noch dazu fühle ich mich sozial völlig inkompetent, weil ich nichts auf die Reihe kriege. Keine zwischenmenschliche Beziehung. Ich bin einsam. Mir reicht meine Familie nicht.

Diese Gedanken strengen so an. Ich will sie nicht. Ich muss nachts ewig lesen, um einschlafen zu können, und dann wache ich doch nach spätestens 3 Stunden wieder auf und das Gedankenkarrussell springt an und ich kann nicht mehr schlafen. Seit einer Woche träume ich auch noch ständig von ihm. Und in den Träumen ist immer alles wieder gut. Oder zumindest viel besser. Wenn ich dann wach werde klatsche ich Tag für Tag aufs neue in diese Horror-Realität grade. Ich ertrags nicht mehr. Und ich finde keine Hilfe und keinen Ausweg, nocgh nichtmal wirkungsvolle Ablenkung.

Und je mehr ich mich ablenke und zusammenreiße, umso heftiger breche ich dann doch wieder zusammen… Es dominiert mich und es macht mich kaputt und ich will das gar nicht.

Ich denke jeden Tag, dass es nun eigentlich nicht mehr schlimmer kommen kann, aber es wird irgendwie schlimmer, und seit gestern Nachmittag, seit dieser „Reaktion“, ist es massiv. Der Liebste hat versucht, einen Termin in der Psychotherapieambulanz für mich zu bekommen, aber da kann man erst ab Januar wieder Termine machen. Wenn, dann müsste er heute mit mir in deren Notfallambulanz kommen. Aber was soll mir das helfen? Ich weiß es nicht und ich weiß einfach nicht mehr weiter und mir ist grad alles zu viel und das hier viel zu wirr.

Grad auf dem Heimweg vom KiGa dachte ich mir so, dass ich es eben „einfach abschalten und vergessen“ muss. An was anderes denken muss. Ich kann ihn nicht zwingen, mit mir zu reden, er lässt mir keine Chance. (Sehr doof, dass wir einen ziemlich großen gemeinsamen Bekanntenkreis haben…) Ich bin überzeugt davon, dass das gut wäre. Und dann, 10 Schritte weiter, frage ich mich wieder, wie das gehn soll. Ich kann meine Gedanken nicht steuern. Erst recht nicht, wenn ich völlig auf mich allein gestellt bin.

 

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Eine Antwort to “Psychotherapie”

  1. Versuch jemanden zu finden der alternativ arbeitet. Muss privat gezahlt werden, hat aber meist eher notfallplätze. Wenigstens für die erste zeit. Meine nennt sich Heilpraktiker für Psychotherapie . Schon die erste Stunde hat mich sehr gererdet. Meine Tochter hatte ich in einer absoluten Kreise dorthin gebracht, hat uns einen klinikaufenthalt erspart.
    Man sollte systematischer Arbeit, familienstellen, bachblühten, edelsteintherapie gegenüber offen sein.

    Ich hoffe du findest Hilfe , und das du dich etwas beruhigen kannst.
    Lg

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