CreativeRabbit

Die Wildnis

Posted by CreativeRabbit - Dienstag, 16. Mai 2017

Unser Gartenteil hinterm Haus war eine Wildnis. Anders kann man es nicht nennen. Früher war es mal ein Nutzgarten. Ein Beet, eingefasst von Buchsbäumen, ein Kirschbaum, blühende Büsche, ein schmaler Weg am Haus entlang, eine Komposttonne. Alles überwuchert von endlos viel Efeu. 2m hoch, darunter ein verroteter Baumstamm. Steine, von denen wir nichts wussten. Wilde Minibäume. Ein Schädling in den Brimbeeren, im Buchs überall der Züngsler (aber erst neuerdings). Wir haben jetzt 2,5 Jahre versucht, das in Ordnung zu bringen, aber wenn man körperlich unfit ist ist das quasi unmöglich.

So sah das aus:

 

Mich hat das so geärgert, ich wollte so gerne was schönes mit dem Gartenteil machen. Hochbeete hin, keine komischen Insektennester, kein unangenehmer Blick aus dem Schlafzimmer. Letzten Sommer habe ich mir die Finger wundgewählt auf der Suche nach Gartenbaubetrieben. Niemand hatte Zeit. Einer kam mal zum Schauen vorbei, nannte uns einen Betrag, hatte aber eigentlich auch keine Zeit.

Nun habe ich endlich jemanden gefunden. Hab mich trotzdem geärgert, weil es für meinen Hochbeete-mit-Gemüse-Plan auch wieder irgendwie zu spät ist. Mitte Mai. Aber wir haben jetzt erstmal losgelegt und vor ein paar Tagen wurde die Wildnis in ihre Schranken verwiesen:

 

Alles Efeu weg, die Buchsbäume weg, das ehemaloge Nutzbeet freigefräst und mit wenig frischer Erde aufgefüllt (da ist super Mutterboden drunter), die Brimbeeren zurückgeschnitten, die Himbeeren freigelegt, unter einem Efeuberg schöne Natursteine gefunden (für die fällt mir sicher irgendwann was ein), verrottete Baumstämme weg, alles schön ordentlich gemacht, gedüngt, Rasen ausgesät.

Die 3 Herren haben 7 Stunden geschuftet, mit anständigem Werkzeug, und 2 Kleinlasterladeflächen voll Grünschnitt weggebracht. Alleine hätten wir das niemals geschafft, erst recht nicht ohne Werkzeuge. Aber wir hätten viel zu viele, tagelange Pausen gebraucht, während der alles wieder nachgewuchert wäre. Mal davon abgesehen, dass Buchs und Efeu ja nun echt widerspänstig sind und viel Kraft brauchten.

Jetzt wässern wir abends brav die Grassamen und harren der Dinge. Ich freue mich jeden Tag darüber, dass es, so kahl wie es ist, schön ordentlich aussieht!

Demnächst bekomme ich vom Gärtner noch mein(e) Hochbeet(e) hingestellt und anständig befüllt. Ich werde mir für dieses Jahr einfach im Baumarkt ein paar Gemüsepflanzen dafür holen. Tomaten, Gurke, Paprika, evtl ein paar Kräuter, mal sehen.

Einen Dauergartenpflegevertrag haben wir nun auch. 2x im Monat kümmert der Gärtner sich ums Rasenmähen, Unkraut auf den Wegen, Efeu-Wildwuchs, bei Bedarf Unkraut in den beeten undso.

An der Kellertreppe haben wir noch ein Beet mit einem Loch, wo bisher ein großer Buchs stand, 2 krüppeligen Rosen, die allerdings hübsch blühen, 2 Lavendelbüschen und jede Menge Wildwuchs von Gräsern und Farn. Ich denke, von den Rosen werde ich mich durch den Gärtner noch trennen lassen, die beiden Lavendelbüsche pflanze ich erstmal mit ins Hochbeet und den Rest holen wir da raus, füllen mit frischer Erde auf und dann kommen da hübsche Blümchen oder Kräuter rein. Mal sehen.

Nächstes Jahr dann an die Ränder Sonnenblumen, Stockrosen, Mohn, was mir so einfällt. Momentan habe ich da sehr romantische Vorstellungen 😉

Sagte ich schon, dass ich mich Tag für Tag darüber freue, dass das jetzt anläuft? Hach!

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2 Antworten to “Die Wildnis”

  1. Wow. Was für ein Unterschied. …sieht toll aus. Und ich kann mir es auch romantisch blühend vorstellen😊

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