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Archive for the ‘Entwicklung’ Category

Neun

Posted by CreativeRabbit - Sonntag, 23. Februar 2020

Happy Birthday, Madame Krawalli! 🙂

(Das neue Rad in Action)

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Mein 2019

Posted by CreativeRabbit - Dienstag, 28. Januar 2020

Ich bin spät dran, aber es gibt heute noch den obligatorischen Jahresrückblick:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Höchstens eine 5.

2. Zugenommen oder abgenommen?
2kg weniger. Zählt nicht glaub ich.

3. Haare länger oder kürzer?
Etwa gleich.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Minimal kurzsichtiger.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich.

6. Besseren Job oder schlechteren?
den selben

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Viel viel mehr. (Terrassenüberdachung und neues Badezimmer…)

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Viel Lebensweisheit.

9. Mehr bewegt oder weniger?
ungefähr gleich

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich kann mich an nichts außer kleine Erkältungen erkennen. Dazu permanente Erschöpfung.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Schlafprobleme.

12. Der hirnrissigste Plan?
„Ruhiger machen“…

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Leben? Keine Ahnung…

14. Die teuerste Anschaffung?
Das neue Badezimmer und dann mit etwas Abstand das neue Terrassendach.

15. Das leckerste Essen?
Kann ich nicht sagen. Ich hab selber lecker gekocht, meine Mama hat lecker für uns gekocht, im Wellnesshotel war es auch unglaublich lecker!

16. Das beeindruckendste Buch?
Thalamus – weil es (leider) gar nicht mal so unrealistisch ist.

17. Der ergreifendste Film?
Der Junge muss an die Luft und Coco

18. Die beste CD?
Die Toten Hosen Ohne Strom

19. Das schönste Konzert?
Die Fantas im Januar

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Menschen hinterhertelefonieren

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
wiedermal: der Familie und Freunden

22. Zum ersten Mal getan?
alleine mit Freundinnen weggefahren

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub inkl. Flugreise gebucht

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Bürokratiekram, Inklusionskampf mit Ämtern, Erschöpfung

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
die Kinder schaffen das, wenn man sie anständig unterstützt!

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meine Zeit und Hilfe.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit! Und 2 zauberhafte, selbstgemachte Adventskalender.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
wieder: “ich hab dich lieb”

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
wieder: “ich liebe dich”

30. Dein Wort des Jahres?
Fußball

31. Dein Unwort des Jahres?
Fick dich

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Ich hab wirklich gar keine Blogs mehr gelesen… Ohjeeeee

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!

2019

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Dreizehn

Posted by CreativeRabbit - Dienstag, 8. Oktober 2019

Heute wird der groooooße Sohn 13.

Aber es gibt hier heute kein Foto vom Geburtstagstisch, Geschenken und Kuchen. Gibt es nämlich alles nicht.

Gestern fuhr ein 12jähriger auf Klassenfahrt und am Freitag bekomme ich dann einen Teenager wieder.

Ich habe ein klein wenig Angst davor, aber es wird schon werden, dieses Teeniesein knallt einem ja nicht von heute auf morgen vor die Füße, nur weil man plötzlich Geburtstag hat 😀

 

Also. HAPPY BIRTHDAY, großes Kind!

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8!

Posted by CreativeRabbit - Samstag, 23. Februar 2019

So, nun ist die kleene Madame also endlich 8.

 

Zufriedenes großes Mädchen, nach einer großen Geburtstagshalle in der Soccerhalle, Kuchen, Pizza, Geschenke, viel Besuch, es war offenbar alles toll! 🙂

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12

Posted by CreativeRabbit - Montag, 8. Oktober 2018

Ähmja, wann ist das denn passiert??? Nun ist mein kleines großes Kind also schon 12! WOW!

 

Wenn ich so dran denke, wie ich mit 12 war, bin ich grad etwas ungläubig… 12 ist SO alt und groß!

Und weil das so ist, kommt der Herr Sohn am Samstag mit dem Liebsten und mir zum Tourabschluss der Toten Hosen nach Düsseldorf und das wird bestimmt einfach nur MEGA für uns alle :)))

Happy Birthday, du kleines großes Kind!

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Noch ’ne Einschulung

Posted by CreativeRabbit - Mittwoch, 29. August 2018

Heute Nachmittag wurde der Große in die Gesamtschule eingeschult.

Natürlich gab es erst viel Gerede mit allen, es war furchtbar laut, verstehe gar nicht, warum die Leute bei sowas nicht die Klappe halten können. Naja. Danach gingen die Kinder in die Klassen für 40 Minuten etwa, die Eltern sollten sich kennenlernen. Hat grandios nicht geklappt 😉 Alle blieben in den Grüppchen, die sich schon kannten.

Als die Kinder zurück kamen, haben alle einen Luftballon bekommen, die wurden dann klassenweise fliegen gelassen. Das war irgendwie sehr schön 🙂

 

Das Ganze war dann irgendwie eine Stunde früher zu Ende als geplant, also hab ich beschlossen, dass wir der Eisdiele noch einen Besuch abstatten 🙂 Spaghettieis für alle!

 

Der Liebste hatte ab dem späten Nachmittag Feuerwehrlehrgang, für die Kids gab es dann noch ein klitzekleines Schultütchen mit ein paar Leckereien und für den Großen ein Portemonnaie für seine Fahrkarte. Alle glücklich und zufrieden, und nun schauen wir mal, wie sich die nächsten Wochen so entwickeln. 🙂

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Gesamtschule

Posted by CreativeRabbit - Donnerstag, 22. März 2018

Der große Zwerg ist ja nun schon in der 4. Klasse, und es ist bald Ostern, also ist die auch fast schon zu Ende. Wahnsinn, oder?

Das bedeutet auch, dass es eine Schulempfehlung auf dem Halbjahreszeugnis gab, wir Schulen besichtigt haben und dann eine zur Anmeldung ausgesucht haben.

Die Schulempfehlung wurde interessanterweise schon im November mit der Klassenlehrerin beim Elternsprechtag besprochen. Wir blieben da bei unserer Schiene vom letzten Jahr: eine Gesamtschule wäre das beste fürs Söhnchen. Die Klassenlehrerin hat uns das empfohlen und war froh, dass wir da gleicher Meinung sind. Also gab es eine Real-/Gesamtschulempfehlung.

Ich habe keinen Besichtigungstermin der Schulen mit geschafft, der Liebste und der große Zwerg haben sich aber ein paar angesehen und wir hatten dann einen gemeinsamen Favoriten. Dort haben wir den jungen Mann nun auch angemeldet. Seine beiden besten Kumpels sind auch dort angemeldet. Und zum Glück sind alle 3 auch angenommen. Ist immer etwas eng mit den Plätzen. Da der Notendurchschnitt vom Sohn dem „oberen Leistungsbereich“ entspricht (WOW, finden wir total prima!), waren seine Chancen auch recht gut.

Nun ist also die Busfahrkarte bei der Stadt beantragt und es geht auf die letzten Monate zu. Grad ist vor allem in Sachen Hausaufgaben echt der Wurm drin, aber ansonsten ist eigentlich alles okay. Wir stellen uns nur die Frage, wie in aller Welt wir den jungen Mann ab September jeden Morgen 1 Stunde früher aus dem Bett bekommen sollen. Das wird… schwierig 😉

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Pflegegrad

Posted by CreativeRabbit - Samstag, 27. Januar 2018

Da beim Töchterchen ja nun im letzten Jahr Autismus diagnostiziert wurde haben wir bei unserer Krankenversicherung im Oktober einen Antrag auf Pflegegradfeststellung gestellt. Erstmal gab es einen Haufen Papierkram per Post, da passierte erstmal nichts… Den haben wir uns durchgelesen und weggelegt und wieder durchgelesen und wieder weggelegt… Das muss erstmal sacken, bis man alles versteht, was man ausfüllen soll. Dieser ganze Bürokratiemist, echtmal. Irgendwann haben wir uns aufgerafft, alles ausgefüllt, Befunde kopiert und mitgeschickt. Ja, und dann kam irgendwann ein Anruf von einem Arzt, der einen Termin zur Begutachtung vereinbaren wollte. Haben wir dann auch für 2 Tage später. Hui, das ging fix. Da hab ich mich dann doch ein bissl durchs Netz gewühlt, ich hatte so gar keine Ahnung, was auf mich/uns zukommt. Hab irgendwo eine Seite gefunden mit einem Fragenkatalog, den ich dann mal durchgespielt hab und mir anzeigen lassen konnte, was bei rauskam. Es sagte Pflegegrad 3. Uff. Dann hab ich mir einen riesigen Schmierzettel genommen und mir Notizen gemacht, wo bei der kleinen Madame überall Mehraufwand herrscht. Wenn man das alles nämlich täglich macht, fällt es einem gar nicht so auf, aber man muss es im Vergleich zu gleichaltigen gesunden Kindern sehen. Kurz alleine lassen? No way. Duschen? Dauert halt fast ne Stunde, weil das Wasser ständig ausgemacht wird und die Temperatur nie passt etc. Anziehen? Manche Kleidungsstücke können von jetzt aif gleich unfassbar unangenehm sein, zwicken, kratzen, scheuern etc, man kann Socken 20x wieder ausziehen, bevor sie richtig sitzen, das dauert halt alles. Schlafen? Nur nach intensiver Einschlafbegleitung. Durchschlafen? Neeeee, man braucht Mama nachts (und das gibt besonders viele Punkte). All sowas und noch viel mehr wird abgefragt…

Dann kam uns der Arzt besuchen, die Madame und ich waren alleine. Sie wusste, dass er kommt, war recht aufgeschlossen, klettete an mir, lies sich aber animieren, sich Malzeug zu holen und dem Arzt ein Bild zu malen. Sogar das, was er sich gewünscht hat (befolgt sie Anweisungen?). Ich wurde ausgefragt, wir mussten die Räumlichkeiten zeigen (z.B. wie viele Toiletten sind da und wo, wie ist der Einstieg zur Dusche, wo welches Zimmer, Treppen zum Hauseingang, Treppen nach oben inkl. genauer Anzahl, unfassbar, was die alles wissen wollen…) Alles im Eiltempo, nach knapp einer halben Stunde war alles vorbei.

Knapp 2 Wochen später kam der Bescheid: Pflegegrad 2. Anbei etwas Infomaterial und Bürokratiekram. Ganz ehrlich: ich blicke das immer noch nicht alles. Irgendwie gibt es zusätzlich noch einen Pauschalbetrag für irgendwas. Der Liebste hat auch bei so einer Beratungsstelle angerufen und die haben noch ein wenig was erklärt, aber so ganz schlau und informiert fühlen wir uns nicht.

Ich bin jetzt (schon länger) jedenfalls auf der Suche nach einem Pflegedienst, der im Haushalt hilft. Ist nicht so einfach. Alle voll. Auf ein paar Wartelisten stehen wir. Nächste Woche werd ich mich nochmal aufraffen und weiter telefonieren müssen… Man hat einen unglaublichen Berg Arbeit am Hals…

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Dieses Schuldings

Posted by CreativeRabbit - Montag, 15. Januar 2018

Dieses Schuldings beim Töchterchen… Schon eine Sache für sich.

Also sagen wir es mal so: momentan sind die autistischen Merkmale so stark, spätestens jetzt müsste einem ein Licht aufgehen 😉

Zum Glück ging uns schon viel früher ein Licht auf, sodass wir schon vor über einem Jahr eine Schulbegleitung für die Kleine beantragt haben. Wir wussten ja vom Sohn, dass sowohl die Genehmigung als auch das Finden durchaus einige Zeit in Anspruch nimmt. Unterstützt haben uns zum Glück alle: Schule, KiTa, Kinderpsychiater. War auch alles kein Problem, genehmigt war recht zeitig, und irgendwann in den Sommerferien hatten wir die Dame dann auch kennengelernt. In etwa mein Alter, Erzieherin, 3 Kinder, grad aus der elternzeit zurück. Der Mann macht Homeoffice, wenn ein Kind krank ist. Das war mir bei so einem kleinen Kind, das sie hat, was grad in die KiTa kam, schon wichtig. Angeblich hätte sie Erfahrung mit Autisten. Naja. Also, sie hat vielleicht mal jemanden mit autistischen Zügen gesehn, aber sonderlich große Erfahrung zeigt sie nicht. Da hab ich ja mehr… 😉

Das Kennenlernen war leicht chaotisch, denn seitens des Unternehmens erschien niemand. Naja, haben wir auch so hinbekommen. Die Kleine wollte das alles eh nicht, sie fand es doof, dass sie nicht alleine zur Schule gehen durfte. Grundsätzlich und ziemlich lange. Es zeigte sich aber, dass die Begleitung für sie goldrichtig ist. Vielleicht nicht diese Person im Speziellen, dazu haben die beiden jetzt, nach einem Jahr, immernoch eine zu geringe Bindung. Aber sie lässtsich helfen, trösten, motivieren und fordert die Hilfen inzwischen auch ein.

Schwierig ist grad, dass sie insgesamt extrem schwierig ist. Das wurde seit Schulanfang immer schlimmer. Wir haben gedacht, es bessert sich, wenn sie sich erstmal eingefunden hat. Also entweder lagen wir da falsch, oder sie hat sich noch nicht eingefunden. Es wurde irgendwann dann doch so schlimm, dass sie nur noch die ersten Stunden in der Klasse klar kam, danach mahte sie ihre Aufgaben (natürlich in Begleitung) woanders in der Schule. Sie krawallte, trat, schlug, war unruhig etc… Wir haben dann mit dem Kinderpsychiater ausgekaspert, dass sie nun doch Medikamente bekommt, und das klappt auhc ganz gut. Zumindest in der Schule kommt sie besser klar, kann sich besser konzentrieren, eckt nicht mehr so viel an. Allerdings hat sie sich einen Haufen Schimpfwörter angewöhnt. „Du Arsch“ oder „Arschloch“ baut sie quasi in jeden Satz ein. Dem ist nicht beizukommen. Nicht mit reden, nicht mit ignorieren, nicht mit rausschicken, nicht mit belohnen fürs nichtsagen, nicht mit bestrafen fürs sagen. Ich bin mit meinem Latein völlig am Ende. Es geht mir an die Substanz, dass ich, der Liebste, der Zwerg und auch eigentlich ihr komplettes Umfeld wirklich permanent Schimpfwörtern und ganze Schimpftiraden ausgesetzt ist. Klingt jetzt übertrieben, isses aber leider nicht. Spricht man sie drauf an, macht sie weiter und findet es furchtbar lustig. Irgendwann reißt mri dann doch immer die Geduldschnur. An manchen Tagen früher, an manchen später. Dann bleibt es bei „Tabletverbot“ etc, aber das interessiert sie in dem Moment nicht. Später irgendwann schon, da leidet sie dann sehr, aber in den Momenten, wo sie so biestig ist, kann sie das nicht abrufen. Und in der Schule können sie ihr mit sowas natürlich auch nicht kommen.

Wir sind da völlig mit unserem Latein am Ende. Zum Glück ist unsere Therapeutin beim Kinderpsychiater eher wieder da als gedacht, sodass wir schon für nächste Woche einen neuen Termin bekamen (statt erst Ende März). Da können wir da szumindest mal loswerden, die können drüber nachdenken und sich hoffentlich was einfallen lassen. Wir sind uns ja auch noch nicht sicher, ob das Medikament schon hoch genug dosiert ist, wobei dieser „Rebound“ schon sehr heftig ist.

Was ich auch noch machen werde: mich ans Autismustherapiezentrum wenden, ob die vielleicht früher als im Juni einen Therapieplatz für uns finden. Das muss ich aber mal noch mit dem Liebsten besprechen. Im Moment hilft nur Zähne zuammenbeißen, durchhalten und irgendwie rotieren, damit sie sich nicht sämtliche soziale Kontakte zerstört… :-/

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erstes Schulfeedback

Posted by CreativeRabbit - Dienstag, 7. November 2017

Kurz vor den Herbstferien hatte ich ein Gespräch mit der Klassenlehrerin und der Schulbegleiterin der kleinen Hexe. Einfach um mal ein Feedback zu bekommen/geben, wie die ersten Wochen so liefen.

Grundtenor: anstrengend. Für alle. Hab ich nicht anders erwartet, aber doch erhofft, dass es ein bissl weniger anstrengend ist. Naja.

Am Anfang war die Kleine noch oft sehr ruhig, inzwischen ist sie aufgetaut, was sich dann halt auch darin äußert, dass sie insgesamt krawalliger ist. Wobei das auch ausdrückt, wie anstrengend es für sie ist. Zum Glück ist die Klasse recht klein. Wir wollen uns jetzt ein paar Strategien ausdenken, wie wir ihr den Schulalltag angenehmer gestalten können. Sie kommt nämlich im Unterricht super mit und lernt alles gut. Der Vorschlag vom Schulbegleitercoach, sie einfach weniger Stunden pro Tag zu beschulen, haben wir alle, Lehrerin, Schulbegleiterin und ich, als total unsinnig abgetan. Damit würde man sie bestrafen und ihre Motivation komplett auslöschen. Sie WILL ja lernen und geht wahnsinnig gerne zur Schule. Nur ist die Kraft und Konzentration nach der 2. Stunde nicht mehr so der Brüller.

Als erste Maßnahme wird die Schulbegleiterin versuchen, sie öfter dazu zu bewegen, zusammen mit einem anderen Kind (und der SB) z.B. die Stillarbeit an einem der vielen Arbeitsplätze im Schulgebäude zu erledigen, weil es da einfach ruhiger ist. In einer Phase in den Stunden, wo sich die Kinder aussuchen dürfen, wo/neben wem sie sitzen, sollen nun alle dauerhaft feste Plätze bekommen, um das Chaos und die Ungewissheit da rauszunehmen. Und dann sprachen wir noch über Ideen wie Gehörschutz (wir leihen einfach mal den vom Zwerg aus), ein Sitzkissen oder ggf ein anderer Stuhl, auf dem sie mehr „hampeln“ kann, Sanduhren zur besseren Strukturierung/Zeitplanung, mehr Belohnungssystem, Regelkarten mit Fotos der Kinder drauf (statt Strichmännchen), Knetbälle zur Entspannung, ggf ein Sichtschutz zum Sitznachbar, aber das ist eher suboptimal. Es sind aber schon viele gute Ideen dabei.

Demnächst ist auch wieder ein Termin beim Kinderpsychiater, da werden wir das Thema Ritalin nochmal besprechen. Im Moment ist ihr Verhalten, das oft sehr laut und impulsiv und teils auch agressiv ist, nämlich für alle eher belastend. Und wenn man ihr damit helfen kann, ruhiger zu bleiben, schont das nicht nur meine Nerven und die der Klassenlehrerin, es wird ihr auch helfen, sich im sozialen Bereich nicht unbeliebt zu machen… Wir werden also nochmal drüber sprechen. Es wird eine Menge Arbeit und eine Menge Arztbesuche mit sich bringen, ich bin mal gespannt…

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